Ciao Marco Teil 2: Neues Projekt und das Treffen Simtune - Ost Talks Simson Podcast Folge 16.2
Folge 16.2 – Zweiter Teil mit Ciao Marco
Im zweiten Teil unseres Gesprächs mit Ciao Marco geht es zunächst um sein nächstes großes Vorhaben: einen Star, den er zu einem Sperber umbaut. Der Rahmen wird dem Original nachempfunden, extrem verstärkt und verstrebt, ähnlich wie bei seinem bisherigen Moped. Als Wunschmotor schwebt ihm der neue ZDX90 vor, die größte Herausforderung sieht Marco im Einbau eines größeren Vorderrads samt komplett neu konstruierter Achse. Unterstützung bekommt er dabei erneut von Steffen und Christian aus seinem Netzwerk. Ein weiteres, noch geheimes Projekt ist ebenfalls schon in Arbeit und soll teilweise zum DDR-Classic-Simtune-Treffen sichtbar werden.
Nachbauen, Inspiration und der Wert der eigenen Marke
Ein größerer Themenblock dreht sich um das Kopieren von Mopeds in der Szene. Marco sieht das entspannt: Wer sich von seinem Bike inspirieren lässt und eigene Akzente setzt, zollt ihm eher Respekt als Schaden zuzufügen. Kritisch wird es für ihn nur, wenn der eigene Name oder ein individuelles Logo eins zu eins übernommen wird, das hat er in der Vergangenheit auch schon direkt angesprochen und klären lassen. Bei kommerziellen Manufakturen wie Carbon-Herstellern sieht er das ohnehin anders, die leben schließlich vom Verkauf ihrer Teile.
Carbonteile, Manufakturen und der Preisdruck aus China
Marco spricht offen über die zunehmende Konkurrenz durch günstige Teile aus China, die kleinen deutschen Manufakturen wie Ostblechpolster oder Carbon-Werkstätten das Geschäft erschweren. Er betont, dass der Kauf bei kleinen Herstellern auch immer eine Unterstützung der Szene selbst ist, unabhängig von reiner Preisfrage.
Simtune: Vom German-Simson-Treffen zum eigenen Format
Ein zentrales Thema ist Marcos neues Treffen, das DDR Classic Simtune. Es entstand nach dem Ende des German-Simson-Treffens, das er zwei Jahre lang mitorganisiert hatte. Nach einer Umfrage auf Instagram mit über 300 positiven Rückmeldungen entschied sich Marco, gemeinsam mit einem 40-köpfigen Team ein neues Format aufzuziehen, inspiriert vom Tuning-Treffen Ostblock MV. Statt lautem Fahrbetrieb steht bei Simtune das reine Zeigen und der Austausch zwischen Jung und Alt im Vordergrund. Aktuell haben sich rund 140 Fahrzeuge angemeldet, organisiert von einem großen ehrenamtlichen Team.
Bürokratie, Kosten und viel Herzblut
Marco schildert die aufwendige behördliche Vorbereitung, von Sicherheitskonzepten über Fluchtwege bis zur Standanzahl-Begrenzung, sowie die finanzielle Seite eines selbstfinanzierten Treffens ohne große Sponsoren-Unterstützung. Für die Location hatte er Glück: Die Bürgermeisterin des Austragungsorts, 20 Kilometer von Saalfeld entfernt, stellte den Platz kostenlos zur Verfügung. Zum Rahmenprogramm gehören Goodie-Bags mit Duftbäumen und Brillen, eine Tombola mit hochwertigen Preisen von namhaften Herstellern, ein Prüfstand, eine Wickelplatte sowie mehrere DJs.
Die Abschlussfragen
Auf die Frage nach dem einzigen Moped fürs Leben antwortet Marco, dass er sich sein aktuelles Showbike mit einer offiziellen 21er-Abnahme wünschen würde, um es legal fahren zu können. Seine Botschaft an die gesamte Simson-Szene: zurück zu den alten Werten, bei denen das Moped selbst wieder im Mittelpunkt steht statt der Person und dem Content dahinter.
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