Fueltrottel Teil 2: Stay Tuned Wear und ehrliche Worte zum Merch-Business - Ost Talks Simson Podcast Folge 20.2
Folge 20.2 – Zweiter Teil mit Jason Riedel (Fueltrottel)
Im zweiten Teil unseres Gesprächs mit Jason erzählen wir, wie aus seiner kreativen Art, früh in Photoshop und Illustrator geübt, mit wachsender Reichweite die Idee zur eigenen Marke Stay Tuned Wear entstand. Unter dem Motto „dein Partner für dein Simson-Life“ experimentierte er mit allerlei Produkten, von Grillzubehör über Handschuhe bis zu Hoodies mit einem selbst entwickelten Schnitt inklusive Bauchtasche fürs Handy.
Ein Hobby, das erwachsen wird
Jason macht klar, dass es bei Stay Tuned nie ums große Geld ging, sondern um ein kreatives Hobby neben dem Videocontent. Inzwischen ist die Marke drei Jahre alt und seit diesem Jahr kein Kleinunternehmen mehr, was bedeutet: Umsatzsteuer, ein Steuerberater und eine völlig neue behördliche Ebene, mit der er sich gerade erst einarbeitet.
Neue Produkte und Ferrari-Simson-Merch
Für dieses Jahr sind eine komplett neue, gemeinsam mit Produzenten entwickelte Sonnenbrille, neue Handschuhe und erstmals Hoodies und Shirts im Ferrari-Simson-Design angekündigt, eine direkte Anspielung auf sein bekanntes Umbauprojekt.
Bewusste Limitierung statt Restock
Ein zentrales Prinzip für beide: konsequente Limitierung ohne Nachproduktion. Ist ein Design ausverkauft, bleibt es das auch, was aus ihrer Sicht Wertschätzung gegenüber Käufern zeigt und dem Nischencharakter der Simson-Szene entspricht, ganz bewusst anders als bei Massenmarken.
Ehrliche Zahlen hinter dem Merch
Offen sprechen beide über die tatsächlichen Kosten hinter Merch, Domain, Hosting, Shopify-Gebühren von rund 100 Euro im Monat, Anbindung an Buchhaltungssoftware, Mehrwertsteuer und Versand fressen einen erheblichen Teil des Verkaufspreises, bevor überhaupt etwas beim Hersteller selbst ankommt. Beide ärgern sich über Kunden, die ihre Preise unfair mit Marken wie Tommy Hilfiger vergleichen, während diese laut Jason vor allem für den Markennamen bezahlt werden und in ganz anderen Stückzahlen für wenige Euro produzieren lassen, ähnlich wie beim Vergleich mit Apple und dem iPhone.
Ein Appell für Qualität in der Szene
Jason erinnert sich offen an seine eigenen Anfänge mit billigem Print-on-Demand, bis er nach eigener Musterbestellung die schlechte Qualität selbst in den Händen hielt und beschloss, so etwas nie wieder zu verkaufen. Sein Rat an alle, die ins Merch-Geschäft einsteigen wollen: lieber die Finger davon lassen, als minderwertige Ware zu verkaufen, das ziehe die ganze Szene nach unten.
Die Freundschaft mit Martin von Thermotech
Ein persönlicher Abschnitt widmet sich der Freundschaft mit Martin, kennengelernt am 24. Januar 2025 auf der Langtuning-YouTuber-Convention. Aus einem spontanen Hoodie-Tausch entstand schnell eine enge Freundschaft, samt fast täglichen Telefonaten und Plänen für eine gemeinsame Ostsee-Tour mit mehreren Trailern und Simsons.
Sport, Ziele und ein spontaner Lauf
Jason spricht offen darüber, dass ihn klassisches Fitnesstraining wenig reizt, Fußball dagegen seit Kindheitstagen begleitet. Eine spontane Jogging-Challenge mit Martin über rund sieben Kilometer aus dem Stand, mit Herzfrequenzen über 190, wird als Beispiel genannt, wie aus gemeinsamen Ideen mit Martin fast immer unterhaltsamer Content entsteht.
Die Abschlussfragen
Bei der Frage nach dem einzigen Fahrzeug fürs Leben überrascht Jason: Statt einer Simson nennt er eine bestimmte Offroad-Maschine (vermutlich eine Stark Varg), die er über MX Lines bereits testen durfte und die ihn wegen ihrer enormen, trotz A1-Tauglichkeit verfügbaren Leistung sehr reizt, ganz ohne den kleinen „Fusch“-Charakter, den er selbst tuningbedingten Simsons zuschreibt. Seine Botschaft an die Community: das eigene Ding durchziehen, sich von niemandem reinreden lassen, und selbst Nachbauten der eigenen Ideen, etwa des Ferrari-Simson-Konzepts, sieht er entspannt, „von mir aus kann es 100 Ferraris geben.“
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