Vom Simson-Fan zum Supermoto-Stunter - Ost Talks Simson Podcast Folge 13
Folge 13 – Zu Gast bei Olli: vom Simson-Fan zum Supermoto-Stunter
In dieser Folge Ost Talks sitzen wir mit unserem Gast Olli im Auto, versteckt vor Regen und Autobahnlärm. Olli ist 24 Jahre alt, kommt aus Thüringen und macht vor allem Instagram-Content, YouTube inzwischen nur noch selten. Er trägt bei der Aufnahme einen unserer Downshift-Hoodies, dessen weiches Innenfutter und Design ihm besonders gut gefällt.
Vom roten zur orangenen Schwalbe
Mit 15 Jahren bekam Olli seine erste, rote Schwalbe, gefolgt von der orangenen, die er lange fuhr. Weil er auf der Schwalbe wegen der tiefen Tankposition keine sauberen Wheelies fahren konnte, kaufte er sich eine S51, die sich als ungarisches Importfahrzeug jedoch nicht anmelden ließ, bis er kurzerhand eine andere Rahmennummer besorgte. Deutlich später baute er einen 95er-Zylinder ein und fuhr die S51 lange, bevor eine Husqvarna dazukam und das Moped zunehmend ungenutzt herumstand.
Der Wechsel zur Supermoto-Szene
Olli beschreibt offen, wie er beim Umstieg von der Simson- in die Supermoto-Szene eine deutlich entspanntere, respektvollere Atmosphäre erlebt hat, ganz ohne das gelegentliche Chaos mancher großer Simson-Treffen. Angefangen hat seine Motorrad-Leidenschaft mit 15 oder 16 Jahren im Motocross, erst mit einer 125er SX, später mehr Richtung Enduro, bis ihn eine erste Supermoto-Fahrt auf einem Spot endgültig überzeugte.
Zwei Simsons, zwei Cross-Maschinen
Heute besitzt Olli neben seiner S51 mit TÜV und 95er-Zylinder und der 250-ccm-Schwalbe eine auf Supermoto umgebaute 150er-SX sowie eine ebenfalls TÜV-zugelassene Husqvarna FE 500, mit der er auch stuntet. Seit gut einem Jahr übt er regelmäßig, meist sonntags, wenn er nicht gerade im Ausland unterwegs ist, etwa zuletzt am Gardasee oder demnächst in Sardinien und Schweden mit internationalen Supermoto-Kontakten.
Die S51: Umbau, Rückblick und neue Pläne
Ausführlich sprechen wir über den Aufbau der S51 vor rund sechs Jahren mit G95-Stage-2-Zylinder, Scheibenbremse, Gabelversteifung, Road-Taper-Lenker, PZ-Gabelbrücke und originallackiertem gelben Tankset. Im Rückblick würde Olli heute vieles mit CNC-gefrästen Teilen anders bauen.
Das Schwalbe-Projekt mit rätselhaftem Kartmotor
Besonders spannend wird es beim aktuellen Projekt: Nachdem der Rahmen der Original-Schwalbe durch Wheelies gerissen war, wurde er komplett zerlegt und ein 250-ccm-Kartmotor eingebaut, den ein Kumpel günstig gekauft, aber nie verbaut hatte. Der Motor kam ohne Zündung, Kühler, Wasserpumpe und Kickstarter und ließ sich bis heute keinem bekannten Hersteller zuordnen, selbst intensive Internetrecherche brachte kein eindeutiges Ergebnis. Für den Umbau wurde eine neue Motoraufnahme eingeschweißt, ein Honda-Crossrad mit individuell angefertigten Speichen verbaut und der Auspuff nach den Maßen des originalen Kart-Auspuffs selbst nachgebaut. Ziel ist unter anderem ein Ausflug auf den Prüfstand und möglicherweise ein Start bei Sprintrennen.
Die Abschlussfragen
Als einziges Motorrad fürs Leben würde sich Olli trotz seiner Verbundenheit zu Simson für eine Supermoto entscheiden, tendenziell von KTM. Seine Botschaft an die Simson-Community: weniger Streit in der Szene, jeden so machen lassen, wie er möchte, und besonders den jungen Fahrern Spaß gönnen, ohne sich gegenseitig runterzuziehen.
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