Zu Gast bei Simsonzone: Mopeds und das eigene Treffen - Ost Talks Simson Podcast Folge 14.2

Folge 14.2 – Zu Gast bei Mario von Simsonzone

Im zweiten Teil unseres Gesprächs mit Mario von Simson Zone sprechen wir zunächst über das Wachstum der Simson-Szene. Jedes Jahr kommt laut Mario eine neue Generation hinzu, etwa durch die Jugendweihe oder Mopeds aus der Familie, während gleichzeitig die eigentlichen Mopeds selbst immer knapper werden, denn neue kommen schließlich nicht mehr nach.

Anonymität, Hate und echte Begegnungen

Offen spricht Mario über negative Erfahrungen mit Hate und Missgunst online, die seiner Beobachtung nach vor allem von jüngeren, noch unerfahrenen Nutzern ausgeht, begünstigt durch die Anonymität sozialer Medien. Auf echten Treffen erlebt er die Stimmung dagegen fast durchweg positiv und entspannt.

Der Charme des Alten und die Vielfalt der Szene

Ein schönes Thema der Folge ist die Faszination für die alte, rein auf Papier entwickelte Zweitakttechnik, die bis heute jedem mit YouTube und Schrauberlust zugänglich ist. Mario betont die enorme Bandbreite der Szene, komplett originale Mopeds stehen gleichberechtigt neben radikal umgebauten Projekten, bei denen oft nur noch die Rahmennummer original ist, und genau diese Vielfalt macht für ihn den besonderen Reiz aus.

Marios eigener Fuhrpark

Detailliert stellt Mario seine Mopeds vor: die inzwischen zu laute und daher kaum noch bewegte Racing-Schwalbe mit 85-ccm-Sprintmotor, die dekorative, mintfarbene S50 seiner Frau mit einst verzogenem, inzwischen erneuertem Rahmen, und sein aufwendiges Show-Moped, ein Star im Gold-Lila-Design mit Pulverbeschichtung und Raptor-Lack, gebaut als Maskottchen für das Spaßkostet-Treffen. Der Star behält bewusst seinen originalen, nur optisch aufgewerteten 50-ccm-Motor, denn er ist als reines Showstück gedacht. Sein tatsächliches Daily ist dagegen die 85-ccm-Schwalbe, mit der er inzwischen rund 6000 Kilometer gefahren ist.

Von der Kooperation zum eigenen Treffen

Ein zentrales Thema ist die Entstehung von Marios eigenem Treffen. Über seine Klamotten-Kooperation mit der Firma Spaßkostet entstand der Kontakt zu Koschi, der Mario sein riesiges neues Firmengelände für ein Moped-Treffen anbot. Bewusst als nichtkommerzielles Event konzipiert, ganz ohne Eintritt außer für Essen und Getränke, wuchs das Treffen von der ersten zur zweiten Auflage bereits auf doppelte Besucherzahl und stieß an die Kapazitätsgrenze des Geländes.

Das dritte Treffen am neuen Standort

Für die dritte Ausgabe, zum Zeitpunkt der Aufnahme nur zwei Wochen entfernt, wechselt das Team an ein neues Gelände am Stausee, das der Gastronom Ronny zur Verfügung stellt, inklusive aufgeschüttetem Sandstrand, DLRG-Aufsicht, großem Parkplatz für 600 Fahrzeuge und deutlich mehr Händlern als je zuvor. Organisiert wird das gesamte Treffen von einem erstaunlich kleinen Team aus nur drei Personen, ergänzt durch lokale Helfer beim Plakatekleben, unterstützt unter anderem durch Sachspenden von ZT, MZA und Racing Planet.

Die Abschlussfragen

Bei der Frage nach dem einzigen Moped fürs Leben entscheidet sich Mario, entgegen der eigentlichen Fragestellung nach einem Fahrzeug zum Fahren, emotional für die S50 seiner Frau, sein allererstes Schrauberprojekt mit besonderem persönlichen Wert. Seine Botschaft an die Simson-Community: respektvoll miteinander umgehen, gemeinsam als Schrauber auftreten und sich weniger Gedanken darüber machen, wessen Moped nun das coolere ist.


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